Menü Suche Infos

Verlagerung der HAW: Rot Grün agiert planlos und wieder einmal über die Köpfe der Bergedorfer hinweg

Der rot-grüne Senat hält offenbar wenig von der Bezirksversammlung und den Bergedorferinnen und Bergedorfern. Jüngstes Beispiel ist die von SPD und Grünen beabsichtigte Verlagerung der „Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg“ (HAW) nach Oberbillwerder. Eine Anfrage unseres Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator ergab, dass schon seit Jahresbeginn 2018 Planspiele zur Verlagerung existieren. Sie wurden zwar mit dem Bezirksamtsleiter abgesprochen. Die zuständige Bezirksversammlung wurde jedoch zu keinem Zeitpunkt informiert. Selbst als die Entscheidung gefallen war, erfuhr das zuständige Gremien davon aus der Presse. Das ist eine unglaubliche Missachtung der Bezirksversammlung und damit aller Bergedorferinnen und Bergedorfer. Statt zwei Jahre lang in Hinterzimmern zu mauscheln, hätte ein öffentlicher Dialog mit den politischen Vertretern und den Bürgern vor Ort stattfinden müssen. Aber das Gegenteil ist der Fall:  wieder einmal entscheiden SPD und Grüne über die Köpfe der Bergedorfer hinweg und führen damit den gesamten Beteiligungsprozess der IBA ad absurdum.

Das Thema Windkraft, der Bau einer völlig überdimensionierten Flüchtlingsunterkunft am Mittleren Landweg, die Pläne zur Öffnung der Dove, Elbe, die Verlagerung der Jugendhaftanstalt nach Billwerder und die Planung von Oberbillwerder haben bereits sehr deutlich gezeigt, dass Bergedorf für diesen Senat nur ein Schachbrett ist, auf dem er seine unschönen Spielchen treibt. Das muss endlich ein Ende haben!

Die Entscheidung zur Verlagerung ergeht zudem ohne Konzept; weder Flächen, noch Auswirkungen auf Oberbillwerder wurden untersucht und es gibt nicht einmal Überlegungen, was aus dem Standort in Lohbrügge werden soll. Das ist ein Schlag für Lohbrügge. Vor der Entscheidung hätten alle Aspekte mit den Betroffenen, mit allen Stadtteilen, besprochen und gemeinsam überlegt werden müssen.

Fehlanzeige auch beim Verkehrskonzept. Es ist eine grobe Täuschung der Öffentlichkeit, wenn der Senat behauptet, das Verkehrskonzept sei tragfähig. Denn die verkehrliche Erschließung von Oberbillwerder ist bis heute eines der zentralen Probleme.

Besonders dreist und zynisch ist die Behauptung von SPD und Grünen, die Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Verkehrs sei beantwortet. Wer so etwas schreibt, ignoriert die Probleme und veralbert die Bergedorfer, die unter regelmäßigen Zugausfällen, Verspätungen und überfüllten Wagen leiden. Mögen die verantwortlichen Senatoren, Staatsräte und Zuständigen der S-Bahn nach Bergedorf fahren, um sich selbst ein Bild zu machen, was sie als tragfähig und gut beschreiben. Dazu lade ich sie herzlich ein.



Diese Webseite verwendet Cookies mehr zum Datenschutz
OK!